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Das Leonhart World Series Turnier 2018 in St. Wendel ist Geschichte und alle sind hochzufrieden. Alle? Sicherlich gab es unter den Spielern einige unzufriedene Gesichter, was allerdings eher mit der eigenen spielerischen Leistung zutun gehabt haben dürfte als mit den Umständen. Auch dieses Mal war die Turnierleitung unter Karsten Kuckhoff wieder sehr zufrieden mit dem Verlauf des Turniers, auch wenn es am Freitag zu einer ungeplanten einstündigen Verzögerung im Zeitplan kam. Bei insgesamt 563 Teilnehmern und da das Einzel an jenem Tag lief, hätte das wohl auch schlimmer ausgehen können, doch auch an diesem Tag war man frühzeitig mit den zahlreichen (insgesamt 4182) Spielen fertig. 

Bei den Ergebnissen kam es zu einigen Überraschungen. Nicht so im Herren Einzel, wo sich Yannick Correia, nach etlichen Silbermedaillen an gleicher Stelle in den letzten Jahren, dieses Mal endlich die Krone aufsetzen konnte. Im Halbfinale konnte er sich in einem absolut hochklassigen, spannenden und von einer gut aufgelegten Zuschauermenge angeregten Spiel gegen den stark aufspielenden Tschechen Martin Dousa auf den allerletzten Ball durchsetzen. Auch das Finale war stets hochklassig, jedoch war ihm der Sieg nach dem vorher so knappen Sieg nun nicht mehr zu nehmen und er gewann mit 3:1 gegen Steffen Zipfel, der sich aber dennoch sowohl im Einzel als auch im Doppel glänzend aufgelegt präsentierte. Platz drei ging an Gabor Roszos, der gegen Martin Dousa noch mehr Körner im Tank hatte.

Bei den Damen setzte sich in einem starken Feld schließlich Cindy Da Fonte durch. Das Finale spielte sie gegen die aktuelle Multitable-Weltmeisterin Cindy Kubiatowicz, welche damit eine der seltenen Niederlagen auf hohem Niveau einstecken musste. Verena Rohrer aus Österreich erreichte den dritten Platz, sie gewann im kleinen Finale gegen Susanne Holocher. 

Im Herren Doppel kam es zu einer Überraschung in dem Sinne, dass die beiden vor einem Jahr niemand auf der Rechnung gehabt hätte. Doch in den letzten Monaten konnten sie schon beständig mit guten Leistungen und Ergebnissen überzeugen - die Rede ist von Thijs van Schindel und Raoul Chamuleau, den Siegern der Königsdisziplin. Die beiden Niederländer setzten sich im Finale gegen die deutschen Nationalspieler Felix Droese und Alex Di Bello durch, welche sich zuvor mehrmals in knappen Spielen behaupten mussten. Zu erwähnen ist hier noch deren Spiel gegen Benjamin Struth / Marc Stoffel, wo sie sich im Entscheidungssatz mit 4:1 Rückstand noch herankämpften und schließlich noch auf den letzten Ball gewannen. Platz drei im Herren Doppel ging an Miguel und Hervé Dos Santos Lote, die sich im kleinen Finale gegen Steffen Zipfel und Oke Harms durchsetzen konnten. 

Cindy Da Fonte konnte sich auch im Doppel mit Gold für ihr hartes Training belohnen, diesmal an der Seite von Stefanie Schmid. Sie gewannen ein umkämpftes Finale gegen Blagovesta Gerova und Wendy Huybrechts. Bronze ging an Divyam Täschler und Nicole Krüsi vor Reka Szabo und Tamara Jedlicska.

Bei den Senioren setzte sich Ulrich Stoepel im Einzel gegen Überraschungsfinalisten Helmut Hanekamp durch, während Dirk Droese den dritten Platz erreichte. Im Doppel gewannen Roberto Diercks / Hans-Jakob Weitz und verwiesen Volker Gröschl / Martin Schirmer sowie Jakobus Steuerwald / Peer Nitzsche auf die Plätze.

Im Juniorenbereich belohnte sich David Bruhn für seine gute Arbeit im Vorfeld und holte sich überraschend beide Titel. Im Doppel an der Seite von Amon Lorenz holten sie sich Gold vor Noah Dörjes und Philipp Soppe, während Marvin Borth und Robin Schwinn Bronze gewannen. Das Einzel holte sich David im Finale gegen Maurice Velasco, den dritten Platz holte sich der Tscheche Jakub Ondryas.

Bei den Nationenwettbewerben setzten sich im Herrenbereich die insgesamt stark aufgetretenen Tschechen durch, Silber ging an die Niederlande und Bronze an Luxemburg. Die deutschen Damen konnten ihrerseits den Titel feiern, nachdem sie durch starke Leistungen die Schweiz und Belgien auf die Plätze verwiesen hatten. Auch bei den Junioren konnten die Deutschen Gold holen, vor Tschechien und Frankreich. 

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!

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